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Automobilindustrie bricht ein
Geschrieben von Burkhard Ritz
am 23.11.2008

Automobilindustrie bricht ein

Ob Audi, BMW, Opel oder VW. Der deutschen Automobilindustrie geht es nicht gut. Ob nun Produktionsbetriebe, Zulieferer oder Autohäuser, alle haben Probleme. BMW spricht sogar von der größten Krise seines 80-jährigen Bestehens. Und geht es der deutschen Automobilindustrie schlecht, geht es der deutschen Wirtschaft schlecht. 80 Prozent aller Neuwagenkäufe werden kreditfinanziert. Doch was passiert, wenn die Geschäftsbanken den Liquiditätsfluss nicht weiter leiten? Wenn das Geld nicht am Markt investiert wird? Dann ist die Automobilindustrie in einer Kreditklemme, doch die Automobilindustrie braucht einen funktionierenden Finanzsektor. Wenn Banken keine neuen Kredite mehr vergeben bzw. nur mit sehr hohen Hürden, dann droht eine Deflation. Wenn der Geldfluss stockt, dann kommt die ganze Wirtschaft ins Trudeln. Hier tun sich Parallelen zur japanischen Deflationskrise Anfang der 90er-Jahre auf. Sowohl Notenbank und Staat können dagegen weinig ausrichten. Die Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen und zurückgehendem Konsum kann kaum aufgehalten werden. Egal mit wie viel Konjunkturprogrammen der Staat seine Staatsschulden verdoppelt oder die Notenbank den Zinssatz senkt. Damit wird klar, das Land versinkt in einer Deflation und diese Deflationskrise wird viele Jahre dauern. Die Deflation in den USA von 1930 wirkte noch zehn Jahre permanent nach und zerstörte das Vermögen der Bevölkerung. Heute lebt kaum noch jemand, der die damalige Deflationskrise miterlebt hat. Heute ist der Begriff Deflation fast unbekannt und kaum jemand kann damit etwas anfangen. Entsprechend unwissend sind auch unsere "Experten".
 
 
 
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