Geschrieben von Burkhard Ritz
am 11.12.2008
IWF spricht von Rezession
Der Internationale Währungsfonds geht nur noch von einem weltweiten Wachstum von 2,2 Prozent aus. Die Volkswirtschaften der Industriestaaten werden schrumpfen. Eine Faustregel des Fonds besagt, ein globales Wachstum von unter drei Prozent bedeutet eine weltweite Rezession.
Aufgrund der Rezession in den Industrienationen werden die Exportmöglichkeiten der Entwicklungsstaaten stark zurückgehen. Das bedeutet somit auch eine Abschwächung der Konjunktur in den Entwicklungsländern. Die Konsequenz, so die Weltbank, der weltweite Handel werde erstmalig nach 26 Jahren zurückgehen und die Weltwirtschaft wird die schlimmste Krise seit der Großen Depression vor rund 80 Jahren erleben.
Für Deutschland erwartet das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) im nächsten Jahr einen deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes. Die deutsche Wirtschaft steht laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) an der Schwelle von einer Über- zur Unterauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten. Somit ist die schlimmste Rezession seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland zu erwarten.